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Ruhrbischof in der Schule

Bischof Overbeck interessierte sich dafür, was Jugendliche an der Karl-Ziegler-Schule bewegt

Im Rahmen des katholischen Religionsunterrichtes an der Karl-Ziegler-Schule stehen Jugendliche aus Mülheim seit drei Jahren in einem intensiven Austausch mit Bischof Franz Josef Overbeck. Über das Projekt „Dialog mit der Jugend“ der Talentmetropole Ruhr fanden auf Einladung des Ruhrbischofs bereits zwei Besuche der Schülerinnen und Schüler statt: 2017 in Essen, 2018 und 2019 in Gelsenkirchen. Der Dialog mit dem Bischof ist immer ein fester Programmpunkt bei allen Treffen, die Jugendlichen stellen mit großem Interesse Fragen zu Sozialpolitik und Kirche, aber auch zum Privatleben von Franz Josef Overbeck. Gestern besuchte Ruhrbischof Franz Josef Overbeck die Schülerinnen und Schüler in ihrem Schulalltag an der Karl-Ziegler-Schule.

Ruhrbischof kommt zum „Dialog mit der Jugend“

„Nach unseren ersten Begegnungen mit dem Bischof entstand im Religionsunterricht die Idee eines Gegenbesuches in Mülheim“, erklärt Christoph Mengede, Fachvorsitzender für katholische Religionslehre an der Karl-Ziegler-Schule. „Gerade bei uns im gebundenen Ganztag ist die katholische Kirche durch das Engagement der Caritas sowohl in der Ganztagsbetreuung als auch in der Organisation der offenen Jugendarbeit des Jugendzentrums Café Ziegler ein wichtiger Bestandteil des Schullebens.“

Bei seinem Besuch an der Karl-Ziegler-Schule gab es für Bischof Overbeck zunächst eine kurze Führung durch die Schule und im Anschluss eine Gesprächsrunde im Jugendzentrum Café Ziegler. Hier fand mit der Schulleitung, dem Fachdienstleiter der Caritas in Mülheim, Vertretern der Stadt, der Mülheimer Kirchengemeinden und ausgewählten Lehrern ein Austausch zum besonderen Ganztagskonzept statt. Danach hatten die katholischen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7-12 die Möglichkeit, zum Thema „Kirche in der Erfahrungswelt von Jugendlichen“ mit dem Bischof ins Gespräch zu kommen. Franz Josef Overbeck stellte den Jungen und Mädchen Fragen zu ihrem Alltag, was sie bewegt, ihren Erfahrungen und ihren Ideen zu Themen wie Zukunft, soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Bildung, Familie, Freizeit, und natürlich ihrem Verhältnis zu Religion und Kirche. Er betonte: „Ich möchte mich dafür einsetzen, dass Kirche und Seelsorge einen besseren Zugang finden zu den Menschen und ihren Problemen. Daher freue ich mich besonders, die Jugendlichen aus meinem Bistum einmal in ihrem schulischen Alltag besuchen zu dürfen.“

Viele Schülerinnen und Schüler sind in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit aktiv, so zum Beispiel in der Kommunionvorbereitung als Katecheten, als Messdienerleiterinnen und Messdienerleiter. Den Kontakt zwischen Kirche und Jugendlichen finden die Jugendlichen oftmals über den Religionsunterricht.

Auch die Schülerinnen und Schüler stellten dem Bischof Fragen zu Missbrauch, Zölibat, die Rolle der Frau in der Kirche oder auch zur kirchlichen Sexualmoral.

Der Schultag am Karl-Ziegler-Gymnasium endete für den Ruhrbischof mit einem gemeinsamen Mittagessen mit den Jugendlichen in der Mensa. Auch hier gab es wie gewohnt keine Berührungsängste. „Unsere Schule sieht sich als Ganztagsgymnasium als zukunftsorientiertes Modell zur Umsetzung von Chancengleichheit und sozialer Gerechtigkeit“, so Simone Reuen, kommissarische Leiterin der Karl-Ziegler-Schule. „Der Besuch von Bischof Overbeck ist ein besonderes Highlight für unsere Schulgemeinschaft. Wir hoffen auch weiterhin auf einen konstruktiven Dialog mit Vertretern der christlichen Kirchen und anderer Religionsgemeinschaften.“

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  1. Lokalkompass
  2. Mülheim-Ruhr